Wie erwartet…

Leider gab es in der vergangenen Woche keine guten Neuigkeiten für uns. Das angekündigte MRT zeigte, dass der Tumor seit Januar an zwei Stellen um das Dreifache gewachsen ist. Niederschmetternde Nachrichten. Doch Patric lässt sich trotz anhaltender Verwirrung nicht unterkriegen. Seine ersten Worte auf diese Mitteilung waren: „Und was können wir jetzt dagegen machen?“ Über so viel Optimismus schienen die Ärzte doch überrascht. Plötzlich löste sich die gedrückte Stimmung und der Neurologe meinte, wenn wir wirklich noch etwas unternehmen wollten, dann sollten wir schnellstens die Therapie mit Avastin beginnen. Über Avastin hatte ich bereits einiges gelesen. So schien es u.a. bei vielen anzuschlagen, bei denen sich Temodal als wenig wirksam erwies. Außerdem schienen mir die Nebenwirkungen im Vergleich zu dem was wir vorher hatten recht verträglich, also stimmten wir dem Vorschlag des Neurologen schnell zu.

Zur Therapie mit Avastin muss Patric nun alle 14 Tage stationär aufgenommen werden und 1 Nacht im Krankenhaus bleiben. Der Start der Therapie folgte dann auch schneller als erwartet mit der stationären Aufnahme noch am gleichen Tag. Da gerade ein Bett frei war, nahmen wir die Gelegenheit wahr. Die erste Infusion hat Patric gut vertragen. Die Ärzte wundern sich auch immer wieder, dass er körperlich noch so fit ist und bisher keine Anfälle hatte. Deshalb soll er jetzt auch Keppra nehmen, damit es gar nicht erst zu Anfällen kommt. Nach den ersten Tagen haben wir nun den Eindruck, dass die Verwirrung seither etwas nachgelassen hat. Also drücken wir fleißig die Daumen, dass die Therapie anschlägt!

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