Gedanken, die man sich sonst nie machen würde

Heute habe ich mal wieder viel über den Tod und die letzten Wochen nachgedacht. Ich habe mich mit einem Gehirntumor-Gleichgesinnten (Arndt) lange unterhalten und Arndt ist selbst für meine Verhältnisse erstaunlich realistisch. Ich diskutiere sehr gerne mit ihm. Wir sprachen z. B. darüber, ob ich in naher Zukunft mein Sehvermögen (durch eine OP) gegen einige Monate Lebensverlängerung eintauschen würde – oder Teile meines Gedächnisses etc. Eigentlich fühle ich mich noch nicht so weit aber dennoch ist es vermutlich wichtig auch solche Sachen durchgespielt zu haben; wenn es besser kommt – ideal. Im Endeffekt wäre es wirklich hervorragend noch mit meinem Sohn einiges diskutieren zu können … und er ist nun mal erst 1.

Ich sag einfach mal – nicht den Mut verlieren und selbst mit diesem Hirntumor möchte ich noch viele Situationen erleben, die humorvoll sarkastisch sind 😉

7 Gedanken zu “Gedanken, die man sich sonst nie machen würde

  1. Hallo Patric,
    mit der Einstellung, bin ich überzeugt, dass du noch einige Diskussionen mit deinem Sohn führen wirst.
    Liebe Grüße Martin 👍😉

  2. Hallo Patric,
    Ich kann mir die Gedanken sehr gut vorstellen.
    Bei mir wurde im Juni 2015 ein glioblastom entdeckt, OP in der Uniklinik Düsseldorf im Juli 2015. danach Bestrahlung und Chemo mit temodal. Ich bin gerade im 5. Intervall. Bei der letzten Kontroll MRT wurden keine tumorzellen gefunden. Es war nur das narbengewebe, was auf den Bildern zu sehen war. Der Tumor hatte auf das bewegungszentrum gedrückt und taubheitsgefühl verursacht. Bei der OP wurde soviel vom Tumor entfernt, wie der Neurologe verantworten konnte ohne das extreme Lähmungen verursacht wurden. Direkt nach der OP hatte ich Probleme mit dem sprechen, dem gehen und der Koordination mit dem linken Arm. In der Zwischenzeit kann ich wieder gehen und mir auch wieder gut selber helfen.
    Ich bin schon 57 Jahre alt, habe 3 Kinder, 26, 24 und 19 Jahre alt und eine 2 jährige Enkeltochter.

    Ich mache mir auch Gedanken über den Tod, habe aber vor mich nicht von so einem Ding, was da nicht hingehört hat, klein kriegen zu lassen.
    Viele Grüße Doris

    1. Hallo Doris,
      danke – wir kämpfen zusammen. Düsseldorf … bist du von Prof. Dr. Michael Sabel operiert worden. Ich würde gerne zu ihm Kontakt aufnehmen und habe vie Gutes erfahren.

      Gruss Patric

      1. Ja Patric, ich bin bei Prof Sabel in Behandlung, operiert wurde ich aber von einem der Oberärzte. Die arztgespräche mit den Patienten führen er und die Oberärzte. Ich fühle mich dort gut betreut. Ich habe. Im übrigen nicht nachgefragt, wieviel Überlebenszeit ich ohne OP habe. Es reichte das man mir beim 1. Termin in der Uniklinik sagte, das möglichst schnell operiert werden sollte und ich die Entscheidung möglichst schnell treffen soll. In der Zeit zwischen Diagnose und OP habe ich damals gut merken können, Dass der Tumor wächst weil die Taubheit links immer stärker wurde. Viele Grüße Doris

  3. Hallo, Patric,

    Lass dich nicht unterkriegen!

    Du wirst bestimmt noch Zeit haben, deine innere Einstellung wird dabei dein Begleiter sein. Die ist mehr wert als manche anderen Mittelchen, die angeblich Besserung versprechen. Was macht dein TTF – bist du zufrieden? Rudi trägt es brav und mittlerweile sind es bald 4 Monate. Wir hatten am 7. Januar den 3. Kontrolltermin und von unserem Onkologen wurde mitgeteilt, dass der Tumor steht und das Ödem weg ist. Große Freude bei uns, wieder ein bisschen Zeit geschenkt bekommen. 2 Tage später hatten wir einen Besprexhungstermin mit dem Bild bei unseren NC in der Uniklinik. Der sagte genau das Gegenteil, der Tumor ist etwas gewachsen und ein Restödem wäre auch da. Wem glaubt man nun??
    Wir waren so geplättet, das ich am darauffolgenden Tag den Onkologen angerufen habe und um Klärung gebeten habe. Nach Abstimmung mit dem NC hat er uns nun mitgeteilt, dass es eine kaum merkbare Vergrößerung gegeben haben soll. Ich denke mir, dass evtl. es auch die Schrottzellen durch die Chemo und TTF sind, die sich auch mit Kontrastmittel anreichern und dann sich eben auch so darstellen können. Wir glauben dass Chemo und TTF wirkt und stehen auch dahinter.

    @ Doris
    Dir auch alles alles Gute, bei meinem Mann wurde es auch im Juni und zwar dem 1. Juni 2015 entdeckt und in der Uniklinik in Hamburg operiert. Mein Mann beginnt heute ebenfalls mit dem 5.Zyklus.

    Zu euch beiden das Allerbeste und wir werden dem Taliban noch eine gute (lange) Zeit trotzen.

    Gruß Elo

    1. Mein Motto ’steh auf wenn du am Boden bist‘ (Song der Toten Hosen) in ‚alles wird gut‘ (bushido)

      Bei mir wurde am 17.06.2015 der hirntumor entdeckt, bei einem ct um einen Schlaganfall (wegen dem lähmungsgefühl im linken Bein und dem linken Arm) auszuschließen. Der Schock war bei der Familie und den Freunden groß und ich habe Zeit gebraucht um das zu verarbeiten.

      Der 5. Zyklus ist bei mir morgen zu Ende und dann kann ich mich wieder erholen. 😬

      Ende Januar ist das nächste MRT und Anfang Februar das Gespräch mit Prof. Sabel. Drückt mir die Daumen dass wieder kein tumorwachstum zu erkennen ist.

      Ich wünsche euch ein schönes Wochenende
      Liebe Grüße
      Doris

  4. Mein Gott…wie viele doch betroffen sind 😮 Ich wünsche euch allen viel Kraft, Mut, Optimismus uns
    und viele spannende Diskussionen! 💚

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