Wie entsteht ein Glioblastom

Eingeteilt werden Tumore nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation in vier Grade: Tumore der Grade I und II werden als gutartig betrachtet. Bei den Graden III und IV handelt es sich um bösartige Tumore. Ein Glioblastom wird mit dem Grad IV eingestuft, der bösartigste und zudem schnell wachsende Tumor.

Es gibt nun viele Theorien warum ein Tumor entstehen kann. Von rein psychisch initiiert, Gott-gegeben, über Vererbung bis hin zu einer Kombination aus Ernährung, Einstellung, Umwelteinflüsse etc. findet man fast alles; völlig unbewiesen.

Bisher ist ehrlicherweise weitestgehend unbekannt, warum sich ein primärer Hirntumor bildet. Bei den meisten Betroffenen kann kein auslösender Faktor gefunden werden. In wenigen Fällen und Untersuchungen konnte jedoch gezeigt werden, dass ein Auslöser, der zur Entstehung bösartiger Neubildungen führt, radioaktive Strahlung war. Hohe Dosen radioaktiver Strahlung führen zu Veränderungen des Erbguts von Zellen, die dann entarten können. Der Grund radioaktive Strahlung sollte bei den meisten jedoch ausscheiden. Also, wieder keine eindeutige Ursache für die Mehrheit.

Dennoch denke ich, nach einem Gespräch mit einer ehemaligen Glioblastom-Forscherin, dass wir zur Zeit vermutlich genau darauf noch ganz gut aufbauen können; spontane Veränderungen der DNA als mögliche primäre Ursache. Und hier müssen wir einfach nur knapp 200 Jahre in die Vergangenheit schauen – Darwin. Durch die genetische Variation bzw. die Mutation werden die DNAs verändert und zwar kann das identisch zu extern herbeigeführten Änderungen wie durch radioaktive Strahlung sein. Ein Glioblastom scheint nach Angaben der Forscherin mit einer Zelle zu beginnen und die Wahrscheinlichkeit, dass hier rein zufällig die DNA über Mutation so verändert wird, dass ein Glioblastom entsteht ist durchaus gegeben. Wenn man bedenkt, wieviele Veränderungen (nicht bösartig) stattfinden und wie relativ selten ein Glioblastom entsteht, dann kann man durchaus dieser Annahme sein.

Wie auch immer – die Gedanken und Nachforschungen zur Entstehung meines Glioblastoms sind für mich auch nur insoweit wichtig, dass ich meine Kinder also nicht mit einem dauerhaft, schlummernden Hirntumor vor mir sehen muss. Auch der Gedanke Zoe und Linus, wenn sie älter sind, einem MRT zu unterziehen, ist daher wieder in den Hintergrund zu schieben; und das unabhängig davon, dass ein Glioblastom viel zu schnell wächst als das man „zufällig vor den ersten Auswirkungen“ es in einem MRT entdecken könnte sowie in meiner Familie es keinen mir bekannten Glioblastom-Fall bisher gab.

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