Stressig, diese „freien“ Tage :-)

Wie ich schon in meinem Beitrag „Ende der Elternzeit“ vermutet hatte, werden meine Tage ohne Melanie nicht langweilig. Und falls jemand auf die Idee kommen sollte zu fragen – ja – ich kann Hausfrauen bzw. Hausmänner nun besser verstehen. Dennoch gilt es zu beachten, dass ein Großteil meiner Aktivitäten ja nun einmal direkt mit meiner Krankheit zu tun hat.

Die letzten drei Tage eruierte ist sehr stark die Therapieansätze CanabilÖl, CUSP9, Immuntherapie sowie neue Ansätze, die ich durch die Frau eines Freundes erklärt bekomme. Sie hatte bis März 2015 am Glioblastom Tumor (also genau meinem) geforscht. Zufälle gibt es 😉

In der verblieben Freizeit und insb. natürlich am Wochenende unternehmen Melanie, Zoe, Linus und ich möglichst viel. Bei gutem Wetter war damals bei uns eigentlich (angetrieben wohl immer durch mich) ein Eis ein Muss – jetzt laufe ich halt schmachtend immer 5 Meter hinterher und schmolle.

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Am Mittwoch ist die Abschlussbesprechung der Strahlentherapie (Donnerstag der letzte Termin) – die 6 Wochen sind dann um. Ich hatte schon nach neuen MRT Bildern gefragt, um feststellen zu können, ob Strahlen- und Chemotherapie Erfolge zeigen. Laut den Ärzten werde ich aber noch etwas warten müssen, denn kurz nach Ende der Strahlenchemotherapie macht ein MRT wenig Sinn, da es gerade in dieser Zeit zu ausgeprägten radiogen bedingten Schrankenstörungen kommen kann (falsch-postive Befunde). OK, akzeptiert – auch wenn mich positive Bilder aufgeheitert hätten; immerhin können mich negative Befunde nun nicht herunterziehen.

Exterm positiv ist aber schon einmal, dass mit Novocure Optune alles seinen Weg nimmt. Mein an der Uni Klinik zuständiger Arzt für die kommende Chemotherapie (Neuroonkologie) setzt sich sehr für mich ein und Novocure, der Hersteller, gibt mir ein gutes Gefühl. Ich fühle mich daher gut aufgehoben – die Therapie wird dann Anfang November starten.

Weitere positive Nachrichten:

  • Sport halte ich durch und merke direkt, es wird positiv von meinem Körper angenommen.
  • Die Ernährungsumstellung fällt mir einfacher als gedacht. Teilweise habe ich schon eine Aversion vor „fertigen Produkten“ oder Lebensmitteln denen Zucker zugesetzt wurde (Eis bleibt natürlich für mich eine Ausnahme … der Aversion, nicht des gewollten Verzichts).
  • Die Reduzierung des Kortisons mit paralleler Gabe von Weihrauch klappt. Ich habe noch immer keine Kopfschmerzen, im Gegensatz zu damals ohne Kortison, bekommen.
  • Ich kann wieder etwas länger schlafen. Aktuell fallen mir um 0:00 Uhr die Augen zu und gehen erst wieder um ca. 5:30 Uhr auf. Wenn das so weitergeht, wird mich Zoe wieder wecken 🙂

Ein Gedanke zu “Stressig, diese „freien“ Tage :-)

  1. Hallo Patric,

    seit mehreren Tagen lese ich deine Berichte und bin erstaunt über deinen Mut und deine wie mir scheint doch sehr positive Einstellung trotz dieser Diagnose.
    Ich habe meine Schwester durch diese Zeit begleitet und wie du hat sie diese Diagnose mit 39 Jahren erhalten, Mutter zweier Kinder und als selbstständige Baufinanziererin die Haupternährerin der Familie.
    Sie ist am 02. Januar dieses Jahres im Arm ihrer Tochter eingeschlafen, nachdem sie gekämpft hat wie eine Löwin. Sie hat ähnlich wie du alles versucht um mehr Zeit zu gewinnen, wie die 12 Monate die die Ärzte ihr gegeben hatten und sie hat es auch geschafft, wir hatten fast 4 Jahre nach Diagnosestellung Zeit….

    Wenn du mehr von mir und meiner Schwester erfahren möchtest, melde dich über die Email Adresse, wenn nicht ist das auch völlig okay – und dann wünsche ich dir noch ganz viel Zeit mit deiner Familie und vorallem bei guter Lebensqualität!!!!

    Alles Liebe Alexandra

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