Soziale Nebenwirkungen der Krankheit

Die Tatsache nicht mehr arbeiten gehen zu können (körperliche Einschränkungen, Fahrverbot, täglicher Besuch der Uni-Klinik etc.) führt natürlich auch dazu, dass wir uns mit sozialen Leistungen auseinandersetzen müssen. Zukünftig, und wir hoffen, dass die Zukunft noch länger sein wird, kann also (vorerst) nur noch Melanie arbeiten und müsste die Familie (4 Personen) ernähren. Unser neu gebautes Haus im Idealfall abzahlen und … ärztliche Leistungen (wir haben schon hohe Zuzahlungen machen müssen) finanzieren. Das sieht alles nicht einfach aus und als ehemals Selbstständiger schein ich auch nicht bestens abgesichert zu sein für genau solche Fälle.

Nun gut, es ist wie es ist und Fragen habe ich ja zur Genüge. Also nahmen wir eine Sozialberatung, speziell für Krebspatienten, in Anspruch und begaben uns gestern auf den Weg zum Termin.

Themen die man ansprechen kann waren u. a.:

  • Behindertenausweis
  • Krankengeld
  • Pflegegeld
  • Rehabilitation
  • Haushaltshilfen
  • sonstigs?

Ich mache es kurz:

  • Der Behindertenausweis ist beantragt und laut der Stadt Köln dauert die Bearbeitung lange – abwarten.
  • Krankengeld erhalte ich keins, da mein Vertrag (privat versichert) dieses erst nach einem Jahr vorsieht.
  • Pflegegeld benötige ich noch nicht – könnte dann aber beantragt werden.
  • Rehabilitationen werden laut Beratung nicht von privaten Versicherungen übernommen, wäre ich gesetzlich versichert hätte ich hier größere Chancen. Dennoch – es gibt eine Krebsorganisation, die sich bei einer Finanzierung beteiligen würde. Die Ärzte sollten im Vorfeld einer Reha zustimmen.
  • Haushaltshilfen werden nur von den gesetzlichen Versicherungen übernommen. Da ich der Patient bin, zahlt auch die gesetzliche Versicherung meiner Frau keine Haushaltshilfe.
  • Sonstiges … Fehlanzeige

Summa summarum kann man sagen, mein komplettes Gehalt wird einfach wegbrechen – ohne Ausgleich. Wir werden sehen, welche Strategien hier aufgewendet werden müssen und dennoch … es gibt Wichtigeres!

UPDATE 28.09.2015:

Von lieben Lesern des Blogs wurde ich auf die Pflegestufe 0 aufmerksam gemacht. DIese habe ich nun erst einmal formlos beantragt und würde monatlich gut 100 Euro ausmachen.

Weiterhin gibt es die Erwerbsminderungsrente, die jedoch bei mir, ehemals Selbstständiger, nicht einspringt.

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